Monthly Archives: September 2013

Trainingslager 1

Der Kauf des roten TEE hat ja schon einen Vorgeschmack gegeben. An einem der richtigen Sommertage 2013 haben wir den ersten Teamrenner abgeholt. Die Fahrt zum Verkäufer war noch vollklimatisiert, obwohl ich persönlich nicht so auf diese Kühlschränke auf Rädern stehe. Als aber auf der Rückfahrt (ich durfte die Neuerrungenschaft ins Wahnbachtal zurück lenken) warme Luft (sehr warm) aus den Fußdüsen strömte, wähnte ich die Heizung defekt. Die kurze Meldung an den Team-Kapitän: „Das ist ein Winterauto!“ wurde mit „Kommt auf die ToDo-Liste.“ kommentiert. Die Rückfahrt mit 120 Sachen („Meine Frau ist den die letzten x-tausend Kilometer Kindergarten und retour gefahren, lasst es langsam angehen.“) war mit der 4-fach Klimaanlage zum Selbstregulieren völlig OK.

Und wie war das mit dem Teamnamen ?

So eine Rallyeteilnahme stellt einen vor viele Fragen :

  • Wie bringe ich es der Verwandschaft bei, ohne dass sie mich für vollkommen wahnsinnig halten ?
  • Wo liegt eigentlich Jordanien und wo ist der alte Schulatlas ?
  • Bekomme ich im kommenden Mai wohl ausreichend Urlaub ?

Die spannendste Frage kurz vor dem Anmeldezeitpunkt war aber die Frage nach einem Teamnamen – und da hatte das Team noch gar keine Teilnehmer, somit keiner ein Mitspracherecht.

Ivonne

IvonneIvonne

das bin ich. Ich wollte als Kapitänsfrau eigentlich aus der Ferne, die Reise via Internet und GPS-Sender begleiten. Ich wollte mit den Kindern in Oberstaufen stehen und zum Abschied winken. Dann ein paar Verabredungen treffen und es mir und den Kindern drei Wochen gut gehen lassen. Das war der Plan.
Dann habe ich die Rallye 2013 in so manchem Blog verfolgt, von den interessanten Begegnungen gelesen und tolle Bilder von Ecken unserer Welt gesehen, die ich nicht erleben würde, wenn … ja, wenn ich nicht mitfahren würde! Und seitdem wollte die Abenteuerlustige in mir mitfahren und die Vernünftige suchte nach Gründen, verzichten zu müssen.

Tja, ich bin dabei – welcher Teil von mir hat also gewonnen ?

Allgäu-Orient Rallye

Eines der letzten automobilen Abenteuer dieser Welt – hört sich gut an, oder ?

Allgäu-Orient RallyeWem vor dem geistigen Auge bei diesem Titel nun ein Roadmovie erscheint, der ist auf dem richtigen Weg. 6 Leute in drei alten Autos nehmen im Mai 2014 mehr als 6000 km auf sich, um sich und die Fahrzeuge von Oberstaufen im Allgäu nach Amman in Jordanien zu befördern. Das Team ist aber nur eines von 111 Teams. Mit ihren über 600 Teilnehmern zählt die Allgäu-Orient Rallye zu den größten ihrer Art. Weltweit.

Die Teilnehmer folgen alle einem großen Ziel – dem Hauptgewinn, einem echten Kamel ! Wirklich ? Nein, denn das Kamel ist nur ein symbolischer Gewinn. Es wird in Jordanien bleiben. Ebenso wie unsere Rallyeautos, die abschliessend versteigert werden. Mit den Erlösen werden soziale Projekte gefördert.

Die Route

Vom Allgäu in den Orient auf Nebenstrassen – wo muss man da überhaupt lang ?

Die Routenführung der Allgäu-Orient Rallye hat in den letzten Jahren immer etwas variiert – was sicher auf die politischen Hintergründe zurückzuführen gewesen sein wird. Das Organisationskomitee hat inzwischen einige Wegepunkte genannt :

Oberstaufen, Istanbul, Ankara, Bogazkale, Tokat, Ordu, Iskenderum, Nordzypern, Bethlehem, Jerusalem, Jerash !